Hans Bürkle

Selbständig werden, aber wie? - Erste Gedanken zur Existenzgründung

Täglich sind die Wirtschaftsnachrichten voll mit Meldungen von Insolvenzen und Flops von Start-up-Firmen wie von Konzernen. Die andere Seite, die Existenzgründungen, wird erst in den letzten Jahren ausführlicher beleuchtet. Dabei sind es doch gerade diejenigen, die den Schritt zum freien Unternehmer wagen, die mehr Beachtung finden sollten. Was ist so interessant daran, sein eigener Chef zu sein? Bringt dies nicht nur Probleme, Sorgen und Mehrarbeit? Vielleicht. Aber es beinhaltet vor allem eine Chance: die Chance, seine Ideen zu verwirklichen und dafür belohnt zu werden, wenn sich herausstellt, dass diese Ideen ein Bedürfnis befriedigen.

Viele Führungskräfte haben im Berufsalltag immer wieder Entscheidungen von oft größter Tragweite zu treffen. Sie tun dies unter großer Verantwortung, denn schließlich sind Kapital und Arbeitsplätze anderer Personen gefährdet, wenn falsch entschieden wird.

Daher werden solche Entscheidungen sorgfältig geprüft und abgewogen unter der Maßgabe, was dem Unternehmen und dem damit verbundenen Personenkreis am meisten nützt. Im wirklich entscheidenden Fall, bei der Entscheidung, ob man sich selbständig machen soll, tun sich die meisten recht schwer: Kalkül und Mut zum Weg in die Selbständigkeit reichen oft nicht aus. Dabei ist es heute leichter denn je. Häufig werden die Schwierigkeiten, die bei einer Unternehmensgründung möglicherweise auftauchen, überbewertet, und man empfindet den Schritt zum freien Unternehmer als zu gewagt. Dabei liegt hinter dem Ziel der Selbständigkeit nichts anderes als das Ziel, die bisherige Tätigkeit in einem anderen, freien und selbstverantwortlichen Rahmen fortzusetzen. Der Wechsel vom Angestellten zum Unternehmer kann sich immer dann lohnen, wenn man am Ende der Karriereleiter angelangt ist. Statt im Unternehmen in Routine "alt" zu werden, kann man sich neuen Herausforderungen stellen.

Insbesondere älteren Führungskräften fällt es schwer, sich mit dem Gedanken an die Selbständigkeit anzufreunden. Man muss zwar akzeptieren, dass ein Unternehmen mit seinen Verbund- und Synergieeffekten mehr erreichen kann als ein "Einzelkämpfer"; diese Einsicht nützt jedoch nichts, wenn man im Unternehmen nicht mehr weiterkommen kann, dies aber möchte. Man scheut sich, mit geringen Mitteln völlig neu anzufangen oder empfindet dies als sozialen Abstieg. Lieber bei einer inneren Kündigung "versauern" als sich freischwimmen, scheint das Motto zu sein.

Der Grund ist nur zu häufig eine materialistische Denkhaltung: Man ist an das regelmäßig fließende hohe Einkommen gewöhnt; ein bescheideneres Leben mit etwas anderen Wertigkeiten kann man sich nicht vorstellen. Viele leben auch über ihre Verhältnisse und haben nichts "auf der hohen Kante". Mit der materiellen Abhängigkeit legt man sich geistige Fesseln an. Die meisten Leute, die sich selbständig gemacht haben, geben als Beweggrund die größere Freiheit an - sie wollen ihr eigener Chef sein und Ideen verwirklichen, die in der alten Firma nicht realisierbar waren. Der Unabhängigkeitswille und eine unternehmerische Idee sind also die Voraussetzungen für viele Existenzgründungen.

Die unternehmerische Idee

Der Freiheitswille ist zwar eine notwendige, nicht aber eine hinreichende Bedingung, damit eine Existenzgründung tatsächlich gelingen kann. Das wichtigste ist die Entwicklung einer unternehmerischen Idee. Diese Leitidee ist der strategische Schlüssel, der ins Schloss der Selbständigkeit passt und ungeahnte Möglichkeiten der Selbst-verwirklichung eröffnet.

Eine Leitidee muss ein Nutzenangebot für eine bestimmte Zielgruppe enthalten. Die Idee, möglichst schnell viel Geld zu verdienen, ist keine Leitidee, sondern Ausdruck einer unausgereiften Denkhaltung. Die Kapitalrendite, der Gewinn oder eine sonstige Größe ist nicht Selbstzweck einer Existenzgründung und kann dies auch niemals sein. Diese Größen drücken lediglich aus, wie die erbrachte Leistung von der Zielgruppe angenommen und honoriert wird. Die Idee einer dezentralen Marktversorgung, das heißt, seiner Zielgruppe zu nutzen, ist ein ganz wichtiger marktwirtschaftlicher Gedanke. Die Praxis zeigt, dass dies im wesentlichen ganz gut funktioniert.

Nach Dr. Rudolf Mann tendiert der Gewinn gegen Null, wenn die angebotene Leistung austauschbar ist. So gilt es, mit der eigenen, neuen Geschäftsidee einen Differenz-nutzen gegenüber dem möglichen Wettbewerb zu bieten. Diese Differenzeignung zu entwickeln ist gar nicht so schwierig, wenn man die Methodik der EKS-Strategie nutzt (Nischenstrategie, Synergieeffekte nutzen).

Nur wer ein konkretes Nutzenangebot für eine bestimmte Zielgruppe im Auge hat, kann überhaupt erst ein strategisches Konzept entwickeln. Ein solches Konzept kann man am besten dann entwerfen, wenn man nicht unter existenziellem Druck steht. Es empfiehlt sich daher, die Selbständigkeit mittelfristig und aus einem gesicherten Arbeitsverhältnis heraus vorzubereiten. So kann man prüfen, ob die unternehmerische Idee tragfähig genug für eine neue Existenz ist, das heißt, ob tatsächlich eine Marktlücke vorhanden ist, wie sich die Zielgruppe demographisch entwickeln wird, wie man der Zielgruppe ein Angebot machen kann, wie die Umsetzung der Idee in die Wirklichkeit finanziert werden kann, wer dabei helfen kann, ob man nicht besser mit einem Partner zusammenarbeiten sollte usw. (Kooperationen nutzen).

Aber auch wer keine eigene unternehmerische Idee hat, kann sich selbständig machen mit den besten Erfolgschancen. Man kann die Leitidee anderer kaufen (Franchising), kooperieren oder sich beteiligen (MBI). Auch hier gilt es natürlich, genau zu prüfen, ob man die Idee tatsächlich für tragfähig hält oder nicht, ob eine Marktlücke vorhanden ist, ob man schließlich die Leistung wirklich besser als andere erbringen kann.

Grundsätzlich ist also in jedem Fall zu empfehlen, das Konzept einer Existenzgründung langfristig vorzudenken und zu erarbeiten. Trotzdem wird ein reibungsloser Übergang nicht immer gelingen. Man wird in der Anlaufphase manche Durststrecke zu überwinden haben, denn der Erfolg kann sich logischerweise erst dann einstellen, wenn die Zielgruppe das Nutzenangebot erkannt und angenommen hat. Auch deshalb empfiehlt es sich, die Existenzgründung langfristig vorzubereiten. So ist man in der Lage, vom normalen Einkommen Rücklagen für Engpässe zu bilden, damit die finanzielle "Decke" nicht zu kurz wird. Nicht zuletzt kann der arbeitslose zukünftige Unternehmer ein Jahr lang Arbeitslosengeld nutzen; so ist zum Beispiel jedem, der als Berater arbeiten will, zu empfehlen, in der ersten Zeit Pilotprojekte honorarfrei anzubieten, um Referenzen und Erfahrungen zu sammeln. Hat man sie, und dadurch zusätzlichen Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gewonnen, dann kann man die Existenz aus einer gefestigteren Position heraus aufbauen. Bei diesen Pilotprojekten kann man auch testen, ob das strategische Konzept tragfähig ist oder noch gewisse Korrekturen benötigt.

Wichtige persönliche Voraussetzungen, um sich selbständig zu machen, sind der Wille und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Bei denen, die aus leitenden Positionen heraus eine neue Existenz gründen, kann man dies wohl unterstellen. Alle anderen aber sollten sich auch hinsichtlich dieser Fähigkeit genau prüfen. Das Scheitern einer Existenzgründung sieht nicht nur im Lebenslauf nicht besonders gut aus.

Existenzgründungshilfen

Viele Verbände, Kammern, private und öffentliche Organisationen bieten Seminare zur Existenzgründung an. Grundsätzlich ist zu empfehlen, die Seminarangebote der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern, der Wirtschaftsministerien und sonstiger Bildungswerke zu prüfen und gegebenenfalls wahrzunehmen. Je mehr man über Existenzgründungen weiß, desto eher kann man die Idee in die Wirklichkeit umsetzen.

Hervorragende Informationen gegen geringes Entgelt bieten die Sparkassen, Volksbanken und mittlerweile auch Großbanken mit ihrem Computerservice. Hier erhält man Daten über alle möglichen Geschäftsbereiche, Branchen und Zielgruppen, über deren Marktentwicklung, durchschnittliche Umsätze, Verdienstspannen usw. Gerade auch ein ausführliches Gespräch mit der Hausbank kann sich lohnen, denn Kreditinstitute bieten nicht nur Know-how bei Finanzierungsproblemen, sondern aus der Kenntnis vieler Geschäfte auch Hinweise auf weitere Informationsquellen über spezielle Märkte. Und die Kreissparkasse Göppingen bietet einen einmaligen Service mit einer auf Existenzgründungen spezialisierten Abteilung.

Das Rationalisierungskuratorium der deutschen Wirtschaft e.V. (RKW) in Eschborn bietet im Rahmen seines RKW-Service eine Kooperationsbörse, in der Industriekontakte, Lizenzen, Patentverwertungen usw. angeboten werden. Einen "Heiratsmarkt für Unternehmer" bietet der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT), Bonn, über die Industrie- und Handelskammern an, nämlich eine Existenzgründungsbörse, bei der Firmen geeigneten und willigen Existenzgründern die Übernahme oder Nachfolge anbieten. In Berlin gibt es eine Vielzahl von Instituten, die in diesem Sinne Kontakte zu Firmen in Ostländern anbieten - auch zwecks Kauf/Verkauf oder Management Buy In (MBI) - ein Markt der tausend Möglichkeiten.

Selbstverständlich gibt es auch eine Vielzahl von Literatur zum Thema Existenz-gründung. Auf die Arbeit eines Verlages, der mit der Idee der Informationsvermittlung für Existenzgründer angetreten ist, sei hingewiesen: vom Rentrop-Verlag in Bonn erhält man manchen guten Tipp, der den Weg in die Selbständigkeit erleichtern kann.

Interim-Management, MBO, MBI

Manager kaufen die goldene Freiheit - war die Schlagzeile in manchen Management-Zeitschriften für das Thema Management-Buy-Out. MBO beutet, dass immer mehr Manager selbst in die Rolle des Unternehmers einsteigen. Dass sie also die Inhaber-Rolle mit übernehmen. Und das Risiko! Beispielsweise kauften Belegschaft und Manager ihre Firma, den Werkzeugmaschinenhersteller Ex-Cell-O GmbH von einem US-Konzern und wandelten die Firma in eine Aktiengesellschaft. MBO ist die Übernahme einer Unternehmens durch das in dem erworbenen Unternehmen tätige Management. Dies kann als Übernahme eines gesamten Unternehmens oder eines Unternehmensteils, der dann ausgegliedert wird, erfolgen. MBO wird häufig angetroffen bei Unternehmens-umstrukturierungen und bei Abwehrmaßnahmen gegen aus der Sicht des Managements unerwünschte Unternehmensübernahmen.

Buy-Out-Aktivitäten finden statt, bevor Unternehmen geschlossen werden, wenn keine Nachfolge in Sicht ist oder im Sanierungsfall. Oder in Form des Outsourcing. Zudem gibt es natürlich die Übernahme eines problembehafteten Unternehmens durch Außen-stehende, die Kapital einschießen und in die Geschäftsführung mit einsteigen (MBI = Management Buy In).

Über Management-Buy-Out wird der bislang Angestellte also zum Unternehmer. Eine andere Aufgabe, die oft ab dem Lebensalter von 50 Jahren übernommen wird ist das Interim-Management. Dass sich erfahrene Manager zeitbegrenzt (ein halbes Jahr oder länger) als Manager zur Verfügung stellen. Beispielsweise bei Notfällen, wenn ein Unternehmer krank wurde und keine Führungskraft zur Stelle ist. Oder für Sonderaufgaben, für die keine geeigneten Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Entweder bekommt man einen Zeitvertrag als Leitender Angestellter oder i.d.R. einen Beratervertrag. Wenn man gute Arbeit leistet, ist es schon mehrfach vorgekommen, dass solche Interim-Manager einen Dauervertrag im Nachhinein erhalten oder sich an dem betreuten Unternehmen beteiligen können.

Und wenn es um das Einkaufen in eine Firma geht, kann auch das Instrument der Zielgruppen-Kurzbewerbung von Vorteil sein (vgl. Bürkle: Aktive Karrierestrategie, Wiesbaden 2002, 3. Auflage).

Franchising

Der Wunsch nach Selbständigkeit kann in vielen Spielarten verwirklicht werden. Man kann Patente verwerten, Lizenzen kaufen und verwerten, man kann ein Joint Venture mit einem Partner eingehen, man kann sich als "Einzelkämpfer" versuchen, eine bestehende Firma kaufen usw. Grundsätzlich muss aber ein Unternehmensleitbild und eine Marktlückenstrategie bestehen, sonst ist das Risiko zu groß, dass die Firma zwar heute floriert, morgen jedoch vor dem Nichts steht, weil sie nicht mehr für einen konkreten Markt (Zielgruppe) produziert.

Eine weitere Spielart, sich selbständig zu machen, ist der Einstieg in ein Franchise-konzept. Der Begriff Franchise (französisch) bedeutet ein Lehen, sozusagen eine Existenzberechtigung. Neudeutsch sagt man Franchising (englisch). Das Franchising ist eine Lizenzierungsform, durch die der Eigner einer Dienstleistung oder einer Methode (der Franchisegeber) sich den Vertrieb an den Endverbraucher mit Hilfe ange-schlossener Händler (der Franchisenehmer) sichert. Dem Empfänger eines solchen Rechts wird oft die geographische Exklusivität (Gebietsschutz) garantiert. Das Produkt, das Verfahren oder die Dienstleistung, die man verkauft, wird durch ein Markenzeichen identifiziert; der Franchisegeber behält die Kontrolle über die Vertriebsmethoden. Beispiele für Franchisesysteme in Deutschland sind: Mc Donalds als Paradebeispiel, PORTAS, Optima Dachbegrünung, Musikschule Frölich, Biffar Haustüren usw.

Der Franchisevertrag bietet die Chance, einem größeren Unternehmen anzugehören, als der Vertragspartner es selbst als Einzelkämpfer je aufbauen könnte, und dennoch selbständig zu bleiben. Nehmen wir zum Beispiel die Diplom-Volkswirtin Gudrun Eiermann, die sich in der Textilbranche mit einem Einzelhandel für Umstandsmoden selbständig machen will. Normalerweise müsste sie sämtliche Entscheidungen (Standort, Verkaufsfläche, Innenarchitektur, Ladeneinrichtung, Schaufenstergestaltung, Einkauf, Kalkulation usw.) alleine treffen. Ist sie jedoch bereit, in das Franchisekonzept BALLOON einzusteigen, dann bekommt sie das gesamte Existenzgründungs-Know-how von der Zentrale geliefert. Als Franchisenehmerin vermittelt man ihr auch das Verkaufskonzept. Sie ist innerhalb eines bestimmten Rahmens an den Lizenzgeber gebunden (hier wäre es die Einhaltung des Verkaufskonzeptes), bleibt jedoch ansonsten selbständige Unternehmerin.

Ganz so einfach, dass man jetzt nur noch gut verkaufen müsste, sind Franchise-konzepte natürlich nicht. Schließlich muss man auch hier besser sein als andere, denn man hat zu den üblicherweise anfallenden Kosten auch noch die Franchisegebühr zu bezahlen. Bevor man sich in ein solches Konzept einkauft, muss man - wie immer - prüfen, ob eine tragfähige unternehmerische Idee zugrunde liegt, ob eine gute Strategie entwickelt ist, ob man in eine Lücke stößt, welcher Nutzen für die Beteiligten (Kunden, Franchisegeber und Franchisenehmer) damit verbunden ist. Wer sich - wie es die Regel ist - ohne fremdes System selbständig machen will, muss, wie oben dargestellt, eine ganze Reihe von Fragen durchdenken. Der folgende strukturierte Problemkatalog soll helfen, die Überlegungen zur Selbständigkeit mit den richtigen und nicht mit den zweitrangigen Fragen (z. B. nach den Finanzierungsmöglichkeiten) zu beginnen:

Fragen zur Selbständigkeit

A. Strategische Überlegungen
· Welche materiellen und immateriellen Stärken bringe ich mit?
· Worauf konzentriere ich mich?
· Welche Probleme welcher Zielgruppe will ich lösen? Kundennutzen?
· Wo ist die Lücke?
· Welche Geschäftsidee habe ich?
· Welche Synergieeffekte kann ich nutzen?

B. Einstiegsmöglichkeiten
· Nebenberuflich tätig werden, eventuell kooperieren?
· Franchising?
· Beteiligung?

C. Angebot
· Welchen konkreten Nutzen biete ich wem?
· Welche minimalen und maximalen wirtschaftliche Ergebnisse sind zu
· erwarten?

D. Detailprobleme
· Neugründung oder Übernahme, Nachfolge, Pacht?
· Standort?
· Rechtsform?
· Finanzierungshilfen, Darlehen?
· Firmierung, Briefbögen, Drucksachen?
· Rechtsprobleme: Konzessionen?
· Suche von Kooperationspartnern?
· Mitarbeitersuche?
· Anmeldepflichten (Handelsregister, Finanzamt, Gemeinde . . .)?
· Gewerbe anmelden oder Freiberufler sein?
· Buchführung?
· Konten?
· Telefon, Fax, ISDN, Internet, Homepage, E-Mail, Mobilfon?
· Versicherungen für den Unternehmer und Mitarbeiter?
· Sicherheit am Arbeitsplatz? usw.

Wer die strategischen Fragen (Abschnitt A) nicht wirklich geklärt hat, braucht sich um die anderen Details noch gar nicht zu kümmern. Solange die Zielgruppe, die Marktlücke und die Strategie, also die unternehmerische Idee und ihr Konkretisierungsansatz, nicht stimmen, wird eine Existenzgründung ein teurer Fehlschlag. Erst wenn man sich diese Idee auch tatsächlich zu eigen gemacht hat, sollte man sich um die anderen Probleme kümmern. Zu den Detailfragen gibt es genügend Hilfen. Dies ist auch der Grund, weshalb hier nicht von Existenzgründungsdarlehen, Zonenrandförderung und anderen Zuschuss- und günstigen Kredittöpfen die Rede ist. Informationen zu diesen Punkten bietet jede IHK, jede Bank usw. Zuvor, und dies ist der Punkt, auf den es unseres Erachtens wirklich ankommt, muss die unternehmerische Idee geboren sein.


Persönliche Anforderungen an Existenzgründer

Bitte prüfen Sie, ob Sie diese Anforderungen an Existenzgründer erfüllen:
· Habe ich eine nischenorientierte Geschäftsidee?
· Bin ich risikobereit?
· Bin ich für Veränderungen meiner Tätigkeit und meines
· beruflichen Umfelds aufgeschlossen?
· Bin ich arbeitsmäßig überdurchschnittlich belastbar?
· Bin ich in der Lage, erste Misserfolge zu verkraften?
· Bin ich gesund und fit?
· Habe ich eine optimistische Einstellung?
· Kann ich zielorientiert handeln (Zeitmanagement)?
· Bin ich entscheidungsfreudig?
· Bin ich kontaktstark, kann ich auf die Kunden zugehen?
· Kann ich gut organisieren?
· Kann ich das Internet nutzen?
· Kann ich Menschen führen, delegieren?
· Kann ich aus Fehlern lernen um mein Konzept zu verbessern?

Und das noch: Die hohe Kunst ...

Wer einige Mark gespart hat, könnte sich bei einem Unternehmen seiner Branche mit ca. 150.000 € nicht nur einkaufen per MBI, sondern sogar Invest-Hilfen in Millionenhöhe bekommen. Dabei werden von den Investoren erwartet:
1. Ein Existenzgründer aus der Branche mit General-Management-Know-how
2. Neue Geschäftsidee oder Konzept um ein Unternehmen auf neue, fette Weiden zu führen
3. Ein mittelständisches Unternehmen aus der Branche mit einem Kaufwert ab 12 Mio. €, das eine Nachfolgelösung sucht.

Der 'Existenzgründer mit Startkapital' kann also ein Unternehmen seiner Branche 'nach oben' und an die Börse bringen. Dann haben alle Beteiligten einen hohen Nutzen. Unterstützung dabei gibt es durch den Autor, die KSK Göppingen sowie durch Investmentgesellschaften.

Existenzgründung als Unternehmensberater am Beispiel eines Ingenieurs

Hartmut Zecher, 55 Jahre, ist Ingenieur aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau und hat spezielle Kenntnisse in der Auftragsabwicklung und Auftragsverfolgung von Auslandsgeschäften, insbesondere in fernöstlichen Ländern. Die Stärke von Zecher liegt im Auftragscontrolling, d.h. in der Überwachung der Auftragsabwicklung, Vermeiden von Lieferverzögerungen mit den kostspieligen Konsequenzen von Konventionalstrafen und Gerichtsprozessen. Sein Spezialgebiet war die sichere, pünktliche und zufriedenstellende Auftragserledigung im Ausland. Seine verschiedenen Anfragen (Zielgruppen-Kurzbewerbung/Anzeigen) bei Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaues brachten ihm wegen seines Alters keine Aussichten auf ein neue Position. Nachdem auch keine Aufgaben im Interims-Management akquiriert werden konnten, entschied er sich nach langen und intensiven Überlegungen für die Selbständigkeit als
Unternehmensberater.

Sich selbständig zu machen bringt nur dann Erfolg - wie oben erwähnt -, wenn man einen Nutzen für eine eng umrissene Zielgruppe entwickeln und dann anbieten kann. Folgende Maßnahmen wurden vorgeschlagen und nach reiflicher Diskussion durchgeführt:

Checkliste: Entwicklungsstufen Beratungsgeschäft
1. Zusammenarbeit mit entsprechenden Vereinigungen und Verbänden, in diesem Fall VDMA (Verband deutscher Maschinenbau-Anstalten), erste Kontaktanbahnungen.
2. Kooperation mit diesem Verband, Adressbeschaffung von Mitgliedern, Mitwirkung bei Seminaren und Workshops zum Thema 'Auslandsgeschäfte'.
3. Kontaktaufnahme zu Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaues kleiner und mittlerer Größe, um zwei oder drei Beratungsprojekte durchführen zu können. Diese Projekte wurden kostenlos für die Unternehmen gemacht, um überhaupt Erfahrung als Unternehmensberater sammeln zu können, um von den Unternehmen akzeptiert zu werden und um anschließend Referenzen zu erhalten.
4. Anhand der durchgeführten Beratungsleistungen folgte die Entwicklung von Fallstudien (mit Vorher-/Nachher-Effekt), sowie die Erstellung von Folien und Präsentationsunterlagen für spätere Akquisitionen.
5. Aufgrund der durchgeführten Beratungen ist dem künftigen Unternehmensberater klar geworden, welches die Problembereiche der Kunden sind, welche Art von Beratung gebraucht wird und wie er seine Leistung als Spezialität anbieten kann. Nun sind auch Briefbögen und Visitenkarten zielgruppen- und themengerecht zu gestalten.
6. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen und guten Leistungen hat der Unternehmensberater Referenzen erhalten. Er kann sie für Vorträge oder Seminare verwenden und entsprechende Akquisition betreiben.
7. Die Fallstudien werden nun als Aufsätze in Fachzeitschriften veröffentlicht, somit in der Zielgruppe bekannt und verbreitet und können wiederum für Akquisitionszwecke benutzt werden.
8. Mit den Referenzen, Fallstudien, Präsentationsunterlagen und dem Fachartikel hat der potentielle Unternehmensberater alle vertrauenbildenden Maßnahmen abgeschlossen bzw. vorbereitet, um nun gezielt Werbung durchführen zu können.
9. Konkrete Auftragsakquisition: Durchführung von Seminaren in Kooperation mit den Fachverbänden, welche die entsprechende Zielgruppe einladen. Vor dieser Zielgruppe kann Zecher seine Kompetenz als Berater zeigen, entsprechenden Nutzwert darstellen und somit Aufträge erhalten.

Dieses Arbeitsprogramm dauerte sieben Monate und führte zu ersten, konkreten Aufträgen. Heute ist Zecher in seiner Branche als Spezialist bekannt.

Ein solches 9-Punkte-Programm kann auch in anderen Geschäftsfeldern durchgeführt werden. Voraussetzung aller Bemühungen ist, dass der Unternehmensberater keine breite Angebotspalette, sondern eine Spezialität mit einem hohen Nutzwert anbietet. Diese hier aufgezeigte Methodik ist nicht nur in der Metallbranche, sondern auch in anderen Geschäftsfeldern, z.B. als Entwicklungsingenieur oder Naturwissenschaftler anwendbar.

Die Grundlage für eine diesbezügliche, optimale berufliche Spezialisierung bildet dabei die EKS-Strategie, die empfiehlt, sich an den Engpässen der Kunden zu orientieren und das eigene Leistungsangebot "spitz" auf die Lösung dieser Engpässe zu konzentrieren (www.eks.de und www.eks-seminare.de).

Businessplan/Geschäftskonzept

Eine aussagefähige Darstellung der Geschäftsidee, die Darstellung des Kundennutzens, der Gewinnchancen und der Strategie, sowie die Überzeugung der Kapitalgeber sind die wichtigsten Ziele eines Businessplans. Somit ist er ein Planungs- und Marketing-Instrument. Ein Businessplan ist eine schriftliche Gründungsplanung. Er wird vor der eigentlichen Geschäftsgründung erstellt und umfasst alle Teilbereiche und Funktionen eines neuen Unternehmens. Typischerweise wird im Businessplan über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren geplant. Da das Unternehmen noch nicht gegründet ist, stehen zumeist keine Planansätze und Markterfahrungen aus der Vergangenheit zur Verfügung. Der Unternehmensgründer ist bei der Erstellung seines Businessplans jedoch nicht alleine auf eigene Schätzungen und Marktstudien angewiesen, sondern kann u.a. von Kreditinstituten Kennzahlen von ähnlichen Unternehmungen bekommen.

Der Businessplan hat zwei Adressaten. Zum einen dient er den Gründern dazu, die Geschäftsidee vor dem Start in den Wettbewerb gründlich zu überprüfen. Bei der Informationssuche und beim Schreiben eines Businessplans stellt sich heraus, ob eine Geschäftsidee überhaupt wirtschaftlich tragfähig ist. Der Hauptnutzen besteht weniger im fertigen Businessplan als vielmehr in der systematischen Analyse der eigenen Stärken und des möglichen Kundennutzens bei seiner Erstellung.

Die zweite Zielgruppe eines Businessplans sind Kapitalgeber. Die meisten Gründer können nämlich das erforderliche Kapital nicht allein aufbringen und sind deshalb auf Geld oder Sachmittel von anderen angewiesen. Das kann Geld von Familienmitgliedern oder Freunden sein, aber auch Geld von Kapitalbeteiligungsgesellschaften oder anderen Unternehmen, die sich an der Neugründung beteiligen wollen. Natürlich kann ein junges Unternehmen auch Kredite und Darlehen erhalten, z. B. von Sparkassen oder öffentlichen Stellen. Zudem können Kooperationspartner den Start erleichtern. Businesspläne wollen also eine Selbstinformation des Unternehmens und eine Anwerbung von Kapitalgebern oder Kooperationspartnern erreichen. Sie sind somit Planungs- und Marketing-Instrumente.

Damit ein Businessplan aussagefähig wird und Kapitalgeber über die Geschäftsidee informieren kann, muss er von den Gründern eigenhändig und sorgfältig erstellt werden. Auch die Marketing-Funktion gegenüber Kapitalgebern lässt sich nur erfüllen, wenn die Gründer alle wichtigen Vorarbeiten leisten und den Businessplan selbst schreiben. Das Businessplanschreiben ist eindeutig die erste Chefsache des neuen Unternehmens. Einen Businessplan irgendwo abzuschreiben oder von einem Berater erstellen zu lassen dürfte nicht von Erfolg gekrönt sein.

Bei aller Gründungsbegeisterung empfiehlt es sich, den Businessplan möglichst objektiv zu schreiben. Chancen und Risiken müssen offen genannt werden. Ein zu optimistischer Businessplan täuscht die Gründer nur über mögliche Schwächen und Probleme hinweg. Das wird später vom Markt bestraft. Am besten ist, Leistungsergebnisse mit voraussichtlichem maximalen und minimalem Erfolg darzustellen (Minimax-Regel).

Die optimale Grundlage für das Erarbeiten von Business-Plänen bietet das EKS-Strategie-Tableau (DIN A 0), das zur Visualisierung der Unternehmensstrategie dient. Das Tableau enthält Arbeitsfelder mit den wichtigsten Kriterien für eine Existenz-gründung. Wenn es sorgfältig ausgearbeitet ist, kann relativ einfach der Gründungsplan strukturiert und ausgearbeitet werden.

Beim Schreiben des Businessplans beginnt der künftige Unternehmer mit einer Gliederung, die dann später mit Leben gefüllt und verfeinert wird. Der Businessplan könnte folgendermaßen gegliedert sein:
1. Zusammenfassung der Geschäftsidee
2. Gründer(team), Werdegang und fachliche Stärken
3. Zweck und Angebot des Unternehmens (Produkte, Verfahren, Dienstleistung)
4. Kunden und Märkte, Zielgruppen, Marktlücke
5. Wettbewerb
6. Beschaffung und Produktion
7. Organisation und Management
8. Unternehmensaufbau
9. Strategie: Wo besser als andere, Leitbild?
10. Mögliche Kooperationspartner
11. Risikoanalyse
12. Finanz- und Gewinnplan
13. Anhang

Wenn die Gliederung des Businessplanes steht, beginnt die eigentliche Recherche. Um die Einzelplanungen vorzunehmen und aufeinander abzustimmen, sind umfangreiche Recherchen erforderlich. Je mehr eigene, objektive Daten zur Verfügung stehen, desto größer wird die Planungsqualität. Mit dieser Vorgehensweise entsteht ein Businessplan schrittweise. Er wird über eine längere Zeit permanent überarbeitet und verbessert.

Wie aber sieht nun ein Businessplan inhaltlich aus? Zunächst einmal muss er die Aufmerksamkeit der Leser fesseln und deren Vorstellungskraft wecken. Er stellt die Geschäftsidee ganz klar und einfach dar. Kapitalgeber müssen erkennen können, dass der Unternehmensgründer sein Geschäft genau verstanden hat, dass die wesentlichen Chancen, aber auch die Risiken erkannt worden sind. Der Businessplan weist die Kompetenz und die Entschlossenheit der Gründer nach, die Geschäftsidee in Zukunft erfolgreich umzusetzen.

Über den Inhalt hinaus sollte der Businessplan weiteren Kriterien genügen, wie
- Kürze, maximal 25 Seiten Text plus Anlagen
- kurze und prägnante Zusammenfassung am Anfang
- sprachlich und rechnerisch fehlerfrei
- einfaches, kein übertrieben aufwendiges Layout
- Visualisierung der Strategie, z.B. mit dem EKS-Strategietableau
- Deckblatt mit Thema und Adresse, ordentlich gebunden.
- Ggf. Einstellung in die Homepage im Internet mit der Möglichkeit, den Businessplan
per Paßwort abrufen zu können.

EKS-Strategie

Die EKS-Strategie ist eine ausgezeichnete Strategie- und Führungslehre des Systemforschers Wolfgang Mewes und speziell für Existenzgründer geeignet. Bei konsequenter Anwendung führt diese automatisch zum Erkennen von Marktnischen und bietet zur Erschließung die entsprechenden Instrumente. Dieses Know-how ist als Fernlehrgang erhältlich unter www.eks.de (EKS = Engpaß-konzentrierte Strategie).

Publikationen zum Thema Unternehmensstrategie für Existenzgründer

Monografien

Bürkle, Hans: Mythos Strategie (EKS), Wiesbaden 2010.

Mewes (Hrsg.) Mit Nischenstrategie zur Marktführerschaft, Zürich 2000, 36 €, 2 Bände.

Mewes, Wolfgang (Urheber) und Friedrich, Kerstin: Die Engpaß-Konzentrierte Strategie (EKS). Fernkurs in 20 Lehrheften. Verlag: EKS Die Strategie, Pfungstadt 1998.

Bürkle, Hans: Aktive Karrierestrategie, 3. Auflage, Wioesbaden 2002, 38 €.

Bürkle, Hans: Karrierestrategie und Bewerbungstraining für den erfahrenen Ingenieur. VDI-Buch Karriere, 2. Auflage Heidelberg 2003, 29,90 €.

Bürkle, Hans: Karriereführer Chemiker, Weinheim 2003.

Sanft, Erhard: Leitfaden für Existenzgründer, 4. Auflage, Berlin 2003.

Opoczynski/Fausten: WISO Existenzgründung, 2. Auflage, Frankfurt 2003

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken BVR: Unternehmensnachfolge planen und realisieren, 3. Auflage, Wiesbaden 2002, 4 €.

Nebel u.a. (Hrsg.): Das Franchise-System, Handbuch für Franchisegeber und Franchisenehmer, Neuwied 3 Auflage 2003.

VDI-Ratgeber: Existenzgründung, Hilfen für den Ingenieur auf dem Weg in die Selbständigkeit. VDI-Verlag Düsseldorf.

Bundesministerium für Wirtschaft & Technologie Referat Öffentlichkeitsarbeit,
53107 Bonn: Broschüren abfordern.

BMWI: Softwarepaket für Gründer und junge Unternehmen. CD-ROM mit Lern- und Anwenderprogrammen.

BMWI: Starthilfe - am Anfang steht die Idee. Der erfolgreiche Weg in die Selbständigkeit.

BMWI: Junge Unternehmen - die Schritte nach dem Start. Probleme und Lösungen bei der Existenzfestigung.

BMWI: Früherkennung von Chancen und Risiken, Arbeitsheft für KMUs.


Aufsätze

Bürkle, Hans: Strategie im Franchisesystem: Profil entwickeln. In: Nebel (Hrsg.): Das Franchise System, Handbuch für Franchisegeber und Franchisenehmer, Neuwied 2001, Seite 13 - 31.

Bürkle, Hans: Unternehmerisches Talent ist notwendig - Management-Buy-In als erfolgreicher Weg zur Selbständigkeit. In: FAZ 21.4.1998, Seite B 8.

Bürkle, Hans: EKS - Engpaß-konzentrierte Strategie. In: Schätzel/Doka/Schäfer: Erfolgreich Wein vermarkten, Handbuch für Weinmarketing in der Praxis, Neustadt 1998, S. 180 - 187.

Lentz, Brigitta: Coaching - mit 50 noch einmal etwas wagen: MBI (Management Buy In), Interview mit Hans Bürkle. In: Capital 11/97, Seite 150.

Bürkle, Hans: Instrumente zur strategischen Ist-Analyse. In: Strategie Journal 11/94, S. 6, Hrsg. StrategieForum e.V, Mannheim.


Arbeitsmittel

Bürkle, Hans: Strategie-Tableau, DIN A 0, für Workshop-Arbeit: Markt-Strategie entwickeln, Mitarbeiterschulung.

Bürkle, Hans: Basis-Strategie-Tableau (Flip-Chart), für die Erfassung betriebs-wirtschaftlicher Hard- und Soft-Facts als Grundlage für die Entwicklung der Markt-Strategie nach EKS, dito Basis-Tableau für Kreditinstitute zzgl. Anwendungsleitfaden.

Hier einige Internetseiten zum Thema Existenzgründung:

www.ifex.de
www.akademie.de/gruenderlinx
www.change-online.de
www.esa-n.de
www.unternehmertipps.de
www.eks.de
www.eks-seminare.de
www.eks-akademie.de
www.ksk-gp.de
www.vnr.de
www.exist.de
www.focus.de/existenzgruendung
www.selberhandeln.de
www.spiegelberg-akademie.de

Geldquellen
www.mbg.de
www.kfw-mittestandsbank.de
www.bmwi.de
www.business-angels.de
www.bvk-ev.de

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Weitere Informationen zum Thema Existenzgründung und unseren Existenzgründungs-Seminaren geben wir gerne.

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